Chronik

Am 5. Mai 1928 wurde der SV Haunwöhr unter schwierigen Bedingungen von Xaver Hartl, Karl Vierling, Jakob Schreiber, Josef Halbig sen. und Martin Wagner gegründet. Das Gründungsspiel fand an einer Kiesgrube gegenüber der Westseite der Ochsenschlacht (jetzt: Schulzentrum Südwest) statt.

Da der SV Haunwöhr von Anfang an über kein eigenes Vereinsgelände verfügte, begann nun eine über 35 Jahre andauernde Wanderschaft, die erst mit dem Bezug des Vereinsgeländes im Jahr 1964 ihr Ende fand. Der Spielbetrieb fand auf einfachen Wiesen statt, die dem Verein von Gönnern oder Mitgliedern zur Verfügung gestellt wurden und die mit Pickel und Schaufel erst spielfähig gemacht wurden. Zeitweise fand man Unterschlupf bei anderen Vereinen.

Ab 1929 spielte man auf der sog. Lindauerwiese - auch unter der Bezeichnung "bei der Schamberger Liesl" bekannt -, die sich in etwa zwischen der Berliner Straße und der Langgasse befand. Im Jahr 1930 zog man auf den Trainingsplatz des ehem. VfB Ringsee am Konkordiaweiher um, weitere Stationen waren ab 1931 der Haunwöhrer Lohgraben (zwischen Ferdinand-Maria- und Markomannenstraße), ab 1932 die sog. Heiglwiese nördlich des ehemaligen Haunwöhrer Bahnhofs und von 1933 bis zum Beginn des Krieges die sog. Reisingerwiese (zwischen der östlichen Feldl- und Berlinerstaße).

Nach dem Krieg begann 1948 der Spielbetrieb erneut auf der Heiglwiese, im Jahr 1952 zog man weiter auf ein freies Gelände zwischen Hambacher- und Hanssonstraße und von 1953 bis 1963 fanden die Heimspiele auf dem Platz des ehemaligen Gasthofes Sensen statt, der unter dem Namen "Haselnussstadion" in die Haunwöhrer Annalen einging, da das Spielfeld von Haselnusssträuchern umgeben war. Als Umkleidekabine musste ein ausrangierter Personenzugwaggon herhalten. 1963 war der Verein gezwungen, das Gelände binnen acht Tagen wieder zu verlassen. Die DJK half aus, stellte ihren Platz an der Scheinerstraße für die Spiele der Seniorenmannschaft zur Verfügung, die Jugendmannschaften mussten sich mit einer Wiese in Hundszell begnügen. Das Training erfolgte im Wechsel auf dem Werksgelände der Firma Weinzierl und auf dem Spielplatz des jetzigen Kindergartens Herz-Jesu.

Im Jahr 1964 war die Nomadenzeit endlich vorbei und man konnte das heutige Gelände mit Vereinsheim an der Langgasse beziehen. Ermöglicht wurde der Neubau des Vereinsheims durch Eigenleistungen der Mitglieder in Höhe von ca. 60.000.- DM und mit Zuschüssen seitens der Stadt und des BLSV. Bisher war der SV Haunwöhr - abgesehen von einer Damenhandballmannschaft, die sich nach dem Krieg formierte - ein reiner Fußballverein, doch die neuen Möglichkeiten boten nun auch Platz für andere Sportarten. So entstanden in kurzer Zeit eine Leichtathletik- und eine Turn- / Gymnastikabteilung. Im Jahr 1968 etablierte sich eine Baskettballmannschaft, übrigens die erste im Raum Ingolstadt, die sich aber aus Mangel an geeigneten Räumlichkeiten 1971 wieder auflöste. Die Karate-Abteilung formierte sich 1977 und 1979 kam die Sparte für Behinderten- und Versehrtensport hinzu, in der bis heute mit dem Caritas-Zentrum St. Vinzenz zusammengearbeitet wird. 1981 folgten die Hockeyspieler und 1983 die Anhänger des Schachspiels.

Die Entstehung dieser verschiedenen Abteilungen ist im Wesentlichen dem Enthusiasmus und der Hartnäckigkeit einiger weniger Idealisten zu verdanken, die anfangs großen Problemen und Hindernissen gegenüberstanden. Für die Schachspieler, die zeitweise gezwungen waren, ihre Trainingseinheiten in einer muffigen Abstellkammer im Keller des Vereinsheims abzuhalten, umgeben von Abwasserrohren und altem Gerümpel, konnte ein eigenes Domizil gefunden werden.
In der Hockeyabteilung, deren Mitglieder als "Hacklstecka" vor 20 Jahren noch mitleidig belächelt wurden, bietet der SV Haunwöhr heute die einzige Möglichkeit im Großraum Ingolstadt, diesen Sport auszuüben. Mittlerweile steht man in einer Spielgemeinschaft mit Passau im Spielbetrieb und besuchte bereits mehrere internationale Turniere, u.a. in Moskau.

Für Diskussionen sorgte 1975 eine geplante Fusion mit der DJK Ingolstadt, die aber von der Mitgliederversammlung abgelehnt wurde, worauf hin sich die Leichtathleten vom Verein trennten. In den Jahren 1979 / 80 erfolgte der Umbau des Vereinsheimes mit Neubau der Umkleide- und Duschräume und das Vereinsheim erhielt sein heutiges Gesicht. Die Kosten in Höhe von ca. 500.000.- DM konnten teilweise durch Eigenleistungen der Mitglieder erbracht werden. Am 28. März 1980 fand die Einweihung des Neubaus statt.

So entstand aus einem losen Zusammenschluss einiger sportbegeisterter Haunwöhrer im Jahr 1928 der heutige SV Haunwöhr, der zweitgrößte Verein im Ingolstädter Südwesten mit über 1000 Mitgliedern in zehn Abteilungen.

2008 wurde die Ballsporthalle an der Habsburgerstraße eingeweiht. Damit war es der Hockeyabteilung möglich, ihren Spielbetrieb nach Haunwöhr zu verlegen.

Eine neue Abteilung wurde gegründet. Erst unter dem Namen Unihockey, dann Floorball (Homepage Floorball) besteht diese Abteilung inzwischen aus über hundert Mitgliedern.

Ebenfalls 2008 legte die Stadt Ingolstadt ein Förderprogram für die in die Jahre gekommenen Vereinsgebäude auf. Der Name: Energetische Maßnahmen. Nach einer faßt 2 jährigen Planungsphase, konnte der SV Haunwöhr die Maßnahme in 2010 umsetzen. Finanzierungsvolumen mit Innenrenovierung 230.000 €. Auch bei dieser Maßnahme wurden rund 600 Std Eigenleistung eingebracht.

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